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Ich weiß keinen Titel

Ich verstehe nicht, wieso meine Freundin da jegliche Relation verloren hat. Die kleine Mistkröte Prinzessin darf irgenwie alles und der Sohn? Der kriegt nur Lack. Aber ICH nehm ja immer nur ihn in Schutz. Dabei stimmt das gar nicht, er tut mir oft einfach nur leid. Er ist sicher kein Engel, aber in den Situationen, in denen ich dabei bin, zieht er meistens den Kürzeren.

Heute wieder. Ich komm rein und sage "Hi" und N. sagt auch "Hi!" die kleine Mistkröte Prinzessin sagt WIE IMMER gar nichts! Als N. fast fünf war hätte er dafür Lack gekriegt und er wurde gefragt:"Was sagt der Bauer?!" Bei ihr wird es ignoriert. Nein besser: N. kriegt noch einen aufn Sack: "Das heißt Guten Morgen und nicht Hi!" Er guckt nur auf und ich sage "Aber ich hab doch "Hi" gesagt." Sie nur: "Achso". Und ich dann zur Kleinen:"Und du? Du sagst wieder mal gar nichts?!" Erst auf Auffordern von M. kam dann doch noch ein gequältes Guten Morgen. Ich mags nicht und ich hasse es. Kurz danach war ich noch kurz Brötchen holen und von weitem(!) höre ich ein "Haaaalllo Despozicke" das musste ich erstmal zu ordnen. Es war Fabian, gleich alt. Zum Glück geht es auch anders.

Leider nimmt sie sich ja nichts an. Wir hatten noch ne andere Situation vorhin (in der kurzen Zeit), als ich sagte "klar, jetzt kriegt der wieder Lack!" Hielt sie direkt dagegen. Ich hab die Kleene nur angeguckt, sie stand noch auf der Treppe und meinte: "Du bist ne kleine fiese Zecke!" Sie guckte mich nur und ging ohne ein Wort weiter nach oben. Die weiß genau was Sache ist. Bald wird sie Fünf und es wird mit Sicherheit nicht leichter. Ich verstehe die Inkonsequenz da auch nicht. Beim N. damals hat sie alles dafür getan und heute? Sie lässt vieles einfach nur durchgehen. Ich weiß, sie hat heute viel mehr Stress und alles. Aber das rechtfertigt echt die Sache nicht....
die_ginny - 17. Jul, 12:30

Sowas ist echt manchmal zum Ausrasten, vor allem, wenn man da gar nicht durchkommt. Aber die Kleine kann ja nun echt nix dafür, dass ihre Mutter so seltsame Prioritäten setzt. Wenn die Mutter ihr Verhalten nicht ändert, bewirkst du vermutlich nur, dass du die böse Tante bist. Bescheuerte Situation...

DespoZicke - 17. Jul, 12:40

J. ist mit ihren fast fünf Jahren recht clever, klar liegt es meistens an den Eltern, aber sie weiß auch genau, was sie tut, oft zumindest.

Ich hab damals, da war sie gerade mal drei, schon gefragt, wo das mal hinführen soll, da haben alle noch über ihre vermeintlich coolen Sprüche gelacht.

Seit Anfang des Jahres ist sie endlich trocken. Länger davor hatte ich ein Gespräch mit M. Sie meinte sie müsse mit J. Englisch üben, J. würde jetzt immer Englisch sprechen wollen oder so ähnlich (ja klar, das hat sie bei N. gesehen) und ich meinte nur, dass sie sie vielleicht mal an anderer Stelle fördern sollte.
die_ginny - 17. Jul, 13:07

Klar gibt es verdammt clevere Kinder, die die ihnen gegebenen Freiräume sehr kreativ ausnutzen. Aber in dem Alter haben sie kein Richtig-Falsch-Verständnis und verfügen auch nicht über die Fähigkeit, sich selbst zu reflektieren, da ist einfach das richtig, was die Eltern vermitteln. Die hat einfach nicht die Möglichkeiten, über sich und ihren Bezug zur Welt nachzudenken und zu entscheiden, dass sie ihr Verhalten ändern könnte. Und solange die Eltern ihr das Gefühl geben, das sei schon ok so, wirst du mit sporadischen Erziehungsversuchen einfach jemand sein, der was falsches und vielleicht sogar böses meint, so traurig das ist.
Deshalb find ich es ja so erschreckend, wie hinweisresistent die Mutter zu sein scheint. Streitet sie denn ihre Inkonsequenz völlig ab oder hat sie dafür irgendeine Begründung? Lässt sie sich überhaupt drauf ein, über deine Anregungen mal nachzudenken?
DespoZicke - 17. Jul, 13:22

Als Baby/Klein-Kleinkind war J. sehr krank. Das ist eine Sache. Dann ist M. momentan sehr gestresst, mit Nachtschichten, krankem Vater, der Große (N.) hat gerade aufs Gymnasium gewechselt etc. das ist die andere Sache. Ich habe versucht, mit ihr zu reden, aber sie hat abgelenkt. Ich denke, im Grunde weiß sie schon, dass sie ziemlich inkonsequent ist. An einem Tag hab ich mir mal sehr viel erlaubt was zu sagen, da waren die (einfachsten) Situationen (von bitte danke tschüss) unmöglich und ich hab mich eingemischt, das war früher bei N. auch immer ok. Aber heute heißt es "sie soll erstmal selber kinder kriegen" (das hat sie zu ihrer Schwester gesagt und noch einiges andere). Man bewegt sich da auf dünnem Eis. Sie hat auch zur Schwester mal gesagt, was mit mir los wäre, ich solle sie nicht zwingen sich zwischen mir und ihrem Kind entscheiden zu müssen (das war nach dem o.g. Tag) und da sieht man schon, das da was nicht stimmt. Dabei war die Kleine mal mein ein und alles. Traurig. Vor allem, weil sie bei N. immer großen Wert auf die einfachen Dinge gelegt hat.

Schaflaune

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